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NLZ = Nach langer Zeit

Schonende Berichterstattung für Segmüller Pius, einst CVP-Nationalrat.

4. März 2012

Genau zwei Wochen und zwei Tage nach der „Weltwoche“ hat gestern auch das Maihof-Blättli über die Causa Segmüller berichtet, ohne selbstverständlich den Erstberichterstatter zu erwähnen. Ist ja auch schon so lange her. Der abgewählte Nationalrat Pius Segmüller (CVP) wollte selbstverständlich keine Stellung nehmen. Er ist dem Ziel eines neuen Geldkissens wohl nähergekommen. In der vergangenen Woche haben die eidgenössischen Räte endgültig die Schaffung einer solchen Stelle beschlossen. Segmüller darf nun das Konzept ausarbeiten. (Siehe: Ein Mann will nach oben, und fällt immer wieder weich)

Apropos Segmüller: Auch die NZZ zählt Segmüller zu jenen Armee-Lobbyisten, die uns die 5-Millliarden-Armee eingebrockt haben: „Mehrere Mitarchitekten der 5-Milliarden-Armee sind Ende 2011 entweder zurückgetreten oder abgewählt worden – so etwa die CVP-Parlamentarier Pius Segmüller, Bruno Frick und Arthur Löpfe.“ Tröstlich immerhin: Der Bundesrat will das Armeebudget wieder kürzen, das die Militärturbos uns im vergangenen Jahr einzubrocken versuchten.

P.S. Nach Erscheinen dieses Blogeintrages habe ich folgenden Hinweis erhalten: http://kyriacou.ch/2011/12/wahlprognose-farner-scheitert-mit-eigenen-bun.... Ein Blick auf die Mitgliederliste des Arbeitskreises “Sicherheit und Wehrtechnik”, gesteuert vom PR-Büro Farner, bestätigt, dass Segmüller immer noch Mitglied dieses Klüngels ist. Ebenfalls Mitglied die Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler. (Gut zu wissen!) Einen anderen Job muss Segmüller nach seiner Abwahl nun abtreten, die Präsidentschaft des Schweizerischen Zivilschutzverbands. Erst im April 2011 gewählt, befanden nun die Zivilschützer: Der Verband brauche “eine Stimme in Bern”, der Präsident habe “zwingend Mitglied des Bundesparlamentes zu sein und in dieser Funktion idealerweise auch Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK).”