Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Deutschschweiz, 25. Juni 2017

Grossmaulig verkünden die beiden Kleinstparteien Partei National Orientierter Schweizer PNOS und die Direkt-Demokratische Partei der Schweiz DPS, in einer „Eilmeldung“ die „Fusionierung des patriotischen Lagers der Schweiz“. Konkret löst sich die DPS auf und geht in der rechtsextremen PNOS auf. Die PNOS, gegründet im Herbst 2000 durch Aktivisten des Netzwerkes „Blood and Honour“, hat durch das Verschwinden der Naziskin-Subkultur markant an Aktivisten, Mitglieder und Sympathisanten verloren.

Der DPS-Präsident Ignaz Bearth soll im „Bundesvorstand der PNOS“ als „Auslandsbeauftragter“ unterwegs sein. Bearth, der bei den vergangenen Nationalratswahlen im Kanton St. Gallen gerade einmal 0,1 Prozent erreichte hatte, agiert seit längerem vorwiegend im deutschsprachigen Ausland als Hetzredner bei Kundgebungen gegen Muslime und gegen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Fusionsankündigung kommt nicht überraschend. Bereits in den vergangenen Wochen hatte die PNOS die Löschung von Bearth Facebook-Auftritt beklagt. Für Bearth ist es die Rückkehr zu den rechtsextremen Wurzeln. Sein erster nachgewiesener Auftritt als Aktivist überstand er im Mai 20017 am „Europatag der Jungen Nationaldemokraten Bayern & Franken“, angekündigt als PNOS-Vertreter. Später engagierte sich Bearth für die SVP Uzwil SG, bis er dort unerwünscht wurde.