Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Glarus, 13. Juli 2017

Ein Staatsanwalt verurteilt Hans Rudolf Glarner, Vater des SVP-Nationalrates Andreas Glarner, wegen Rassendiskriminierung zu einer bedingten Geldstrafe und zu einer Busse von 500 Franken. In einem Dokumentarfilm über den SVP-Nationalrat hatte sich der Vater beim gemeinsamen Flanieren durch den "Volksgarten" abschätzig über dunkelhäutige Menschen geäussert. So gab Glarner Senoir von sich: "Ah ja guet, da chömer jetzt grad wieder uf Schwarz, lueg… Isch au wieder en chline Teil vo dä Uswahlsendig", sagte Glarner, und die Kamera schwenkte auf drei junge dunkelhäutige Männer afrikanischer Herkunft, die auf einer Parkbank sassen. Anschliessend fügte der alte Herr hinzu: "Vielfach sinds fascht barfuäss, wärfet d War umä, lönd alles liggä, wie d Hüener de Dräck." Über eine dunkelhäutige Frau mit Kopftuch und mit Kind an der Hand vorbeiging, sagte er: "Jetzt chunnt wieder eini. So ä Stammeshäuptling." Sohn Glarner fand die Aussagen seines Vater " nicht so tragisch". Dies berichtet Tagesanzeiger Online. Am folgenden Tag berichtet "Blick", dass Vater Glarner den Entscheid akzeptiere, auch wenn er behauptet, der Bericht habe seine Zitate aus dem Zusammenhang gerissen.