Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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St. Gallen, 9. Januar 2017

Rechtsextremisten kündigen ein «Unterstützungskonzert für das Parteihaus» an. Es soll am kommenden Samstag irgendwo in der Schweiz stattfinden. Die St. Galler Polizei weiss zwar auch nicht mehr, aber untersagt schon einmal die Veranstaltung.

Auftreten sollen eine szenenbekannte italienische Band, dazu ein deutscher Rapper, der bereits Mitte Oktober am Naziskinhead-Konzert im toggenburgischen Unterwasser aufgetreten ist. Damals waren die St. Galler Ordnungshüter nicht einmal willens gewesen, allfällige Widerhandlungen gegen die Rassismus-Strafnorm zu dokumentieren. Ebenfalls zum Mikrofon drängen «Gixu und die Eidgenossen». Gixu ist der Spitzname des PNOS-Präsidenten Dominic Lüthard, früher auch Sänger der Musikgruppe «Indiziert». Unbekannt sind bis anhin sowohl der Treffpunkt wie der eigentliche Veranstaltungsort, die Partei wird den Treffpunkt – wie szenenüblich – erst am Samstag den Interessierten mitteilen. Vier Tage vor dem Konzert hat nun die St. Galler Kantonspolizei in einer Medienmitteilung verlauten lassen, sie habe die Durchführung «im Kanton St. Gallen verboten», dies um die «öffentliche Sicherheit und Ordnung» zu wahren. Gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» kritisierte PNOS-Präsident Lüthard das Verbot, es habe weder «Hand noch Fuss». Und weiter: «Wir führen das Konzert durch, wo immer wir es geplant haben. Das kann auch im Kanton St. Gallen sein.» Unbekannt ist bis anhin auch, wo die PNOS ihr «Parteihaus» errichten will.