20071996
    Rechtsextremer Parteitag
 
 

Rund hundert Personen besuchten am vergangenen Sonntag den Parteitag der rechtsextremistischen Partei National Orientierter Schweizer PNOS im Kanton Luzern. Die Anreisenden trafen sich in Sempach, um anschliessend sich zum eigentlichen Versammlungsort im Kanton Luzern zu fahren. Simon Kopp, Mediensprecher der Kantonspolizei Luzern, will den genauen Ort nicht nennen, bestätigt jedoch, dass die Polizei vor Ort gewesen sei, jedoch keine Kontrollen durchgeführt habe.

Die Gestaltung ihres Parteitages haben die Rechtsextremen mindestens teilweise bei der SVP und der AUNS abgeguckt: Er begann mit Treichler-Einzug und Buurezmorge. So berichtet die Partei auf ihrer Homepage. Dann war aber wieder rechtsextremer Klartext angesagt: Der eben zum Stadtparlamentarier gewählte Timotheus Winzenried will den Bau eines Minaretts in Langenthal mit allen Mitteln verhindern. Denise Friedrich, einziger Frau im PNOS-Bundesvorstand, wünscht sich mehr aktive Frau in der Partei. Und zu schlechter Letzt bediente der 74jährige österreichische Gastredner Richard Melisch altbekannte rassistische Vorstellungen. Er erklärte - gemäss PNOS-Homepage -,dass "das Ziel der Internationalisten die Auslöschung der Völker und die Schaffung eines Schmelztiegels der Rassen" sei. (HS)

Hans Stutz
Tachles, 7. November 2008
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P.S. Tage später macht die "Zentralschweiz am Sonntag" bekannt, dass sich die PNOS in Sempach im Gemeinschaftsraum der lokalen rechtsextremen Organisation "Morgenstern" zum Parteitag getroffen habe. Sie stützt sich dabei auf die Aussagen des PNOS-Sprechers Renato Bachmann. Noch drei Wochen vorher hatten die Behörden ein Konzert in genau diesem Raum untersagt, da das Clublokal - gemäss Simon Kopp - vom Besitzer ohne Bewilligung an- und umgebaut worden sei.