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Rund hundert Personen besuchten am vergangenen Sonntag den Parteitag
der rechtsextremistischen Partei National Orientierter Schweizer
PNOS im Kanton Luzern. Die Anreisenden trafen sich in Sempach, um
anschliessend sich zum eigentlichen Versammlungsort im Kanton Luzern
zu fahren. Simon Kopp, Mediensprecher der Kantonspolizei Luzern,
will den genauen Ort nicht nennen, bestätigt jedoch, dass die
Polizei vor Ort gewesen sei, jedoch keine Kontrollen durchgeführt
habe.
Die Gestaltung ihres Parteitages haben die Rechtsextremen mindestens
teilweise bei der SVP und der AUNS abgeguckt: Er begann mit Treichler-Einzug
und Buurezmorge. So berichtet die Partei auf ihrer Homepage. Dann
war aber wieder rechtsextremer Klartext angesagt: Der eben zum Stadtparlamentarier
gewählte Timotheus Winzenried will den Bau eines Minaretts
in Langenthal mit allen Mitteln verhindern. Denise Friedrich, einziger
Frau im PNOS-Bundesvorstand, wünscht sich mehr aktive Frau
in der Partei. Und zu schlechter Letzt bediente der 74jährige
österreichische Gastredner Richard Melisch altbekannte rassistische
Vorstellungen. Er erklärte - gemäss PNOS-Homepage -,dass
"das Ziel der Internationalisten die Auslöschung der Völker
und die Schaffung eines Schmelztiegels der Rassen" sei. (HS)
Hans Stutz
Tachles, 7. November 2008
Alle Rechte beim Verfasser.
P.S. Tage später macht die "Zentralschweiz am Sonntag"
bekannt, dass sich die PNOS in Sempach im Gemeinschaftsraum der lokalen
rechtsextremen Organisation "Morgenstern" zum Parteitag
getroffen habe. Sie stützt sich dabei auf die Aussagen des PNOS-Sprechers
Renato Bachmann. Noch drei Wochen vorher hatten die Behörden
ein Konzert in genau diesem Raum untersagt, da das Clublokal - gemäss
Simon Kopp - vom Besitzer ohne Bewilligung an- und umgebaut worden
sei. |