Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

zurück

Arbon TG, 30. Mai 2018

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und der Verband Sinti und Roma Schweiz (VSRS) erheben Strafanzeige wegen Verstoss gegen die Rassismus-Strafnorm gegen Roland Schöni, SVP-Fraktionspräsident des Arboner Stadtparlaments. Schöni hatte vor einigen Tagen in einem Interview im St. Galler Tagblatt behauptet: "Roma würden auf Kosten anderer leben, sich nicht an den Steuern beteiligen und machen, was sie wollen. Es handle sich um Schlitzohren und Kleinkriminelle, Wahrsager, die einen anlügen und Leute, die Sachen versprächen und sie nicht halten würden“. Derart abschätzig äusserte sich der SVP-Fraktionspräsident des Arboner Stadtparlaments Roland Schöni gegenüber dem St. Galler Tagblatt vom 25. Mai 2018. Diese Aussagen würden eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt oder diskriminieren. „Die Aussagen von Herrn Schöni gründen in der Annahme, dass die Zugehörigkeit zur Minderheit der Roma und die Ausübung der fahrenden Lebensweise mit Kriminalität, Betrug und Bereicherung auf Kosten des Allgemeinwohls verbunden ist. Auf diese Weise wird eine eine ganze Gruppe diffamiert und herabgewürdigt“, sagt Angela Mattli, Kampagnenleiterin Minderheiten und Diskriminierung bei der GfbV.