Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Basel, 4. September 2019

Die Synode der Evangelisch-refomierten Kirchgemeinde Basel-Stadt wählt Pfarrerin Christine Dietrich ohne Gegenstimme in den Kirchenrat. Eine überraschende Wahl, die Gewählte war vor einigen Jahren duch ihre islamophoben Aktivitäten aufgefallen. Recherchen der Zeitungen von az media belegen nun, dass Dietrich auch in Basel problematische Predigten gehalten hat. Viele seien "unproblematisch", doch wenn sie über Islam rede, differenziere sie nicht. "Sie spricht von der Scharia, von selbsternannten Gotteskriegern 'nicht allein in Afghanistan' und erschossenen Frauen. Am Pfingstsonntag 2018 predigte Dietrich zur Christenverfolgung. Die gesamte arabische Welt fasste sie zu 'Arabien' zusammen, 'wo Bibeln und Kreuze beschlagnahmt werden und wer zugibt, Christ zu sein mit der Todesstrafe bedroht wird'. Ausgangspunkt ihrer Rede war Saudi-Arabien, wo immerhin 1,5 Millionen Christen leben." Und weiter: "Wie Dietrich die christliche Nächstenliebe mit Diffamierung des Islams verbindet, illustriert eine ihrer jüngsten Reden. Sie mahnte zur Fürsorge für Leute in Not, trotz ihrer 'Angst' vor dem Verlust 'kultureller Errungenschaften'. Und fügte an: 'Ob diese Leute dasselbe auch für uns tun würden, sei dahingestellt.'". Der befragte Religionssoziologe Oliver Wäckerlig erklärt: "Christine Dietrich ist eigentlich eine christliche Zionistin mit islamfeindlichen Positionen. Von diesen hat sie sich nach Kritik nur sehr lau distanziert."

P.S. vom 10.9.2019: Christine Dietrich versendet - so berichtet die az media-Medien - kirchenintern eine zweiseitige Erklärung. Unter anderem schreibe sie: Von "Politically Incorrect" habe sie sich endgültig distanziert: "Nicht, weil ich nicht zu meinen damals vertretenen Meinungen stehen würde, sondern weil der dortige Kontext falsch war." Oder anders ausgedrückt: Sie distanziert sich nicht von ihrer islamophoben Hetze, sondern vom Blog, der ihre Texte verbreitete.