Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Basel, 11. März 2019

Auch dieses Jahr Fasnacht, auch dieses Mal rassistische Produktionen. So die Alte Garde der Alten Steinlemer, der Mitglieder über 40 angehören. Die Laterne zeigt einen kleinen, verängstigten Jungen vor einer Gruppe finster dreinblickenden Ausländern. Daneben stehen Verse wie «Dr Hansli schisst do fascht in d Hose, wenn är das Volgg gseht uf de Stroosse». Und weiter: "Was hüt alles im Glaibasel woont, isch laider nümme so wie gwoont", moniert die Alte Garde. An wem sie sich stört, daraus macht sie keinen Hehl: Türken, Albaner, Islam-Prediger, Kurden, Afrikaner.

Und da ist noch ein Zettel der "Basler Harus-Waagis 2009". Er zielt auf einen Studenten türkischer Herkunft, der sich im vergangenen Sommer in den Diskussionen um Logo und Name der Basler Gugge Negro-Rhygass engagiert hatte. "Mir mache doch nid dr Näger", ist der Text überschrieben. Und da steht weiter: "S Gäld vo uns Basler het dä Ussländer gärn grafft, worum isch dä Typ noni usegschafft", nebst weiteren rassistischen Anspielungen. Die Gruppe ist bis anhin nicht bekannt, einige Medienschaffende mutmassen, ob dahinter Rechtsextreme der Partei National Orientierter Schweizer stecken PNOS stecken könnten. (Harus, einst Schlachtruf der nationalsozialistisch orientierter Fröntler der 1930er-Jahre, nennt sich auch die PNOS-Parteizeitschrift.)