Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Budapest, 9. Februar 2019

Wohl über zweitausend Menschen gedenken in der ungarischen Hauptstadt jener Angehörigen der Waffen-SS, die in den letzten Weltkriegswochen in Budapest aus einem Kessel der Roten Armee zu entkommen versuchten. Am Morgen treffen sich auch dieses Jahre mehrere hundert Personen, überwiegend Männer, zu einer Kundgebung. Auch in diesem Jahr mit Schweizer Beteiligung. Dies berichtet berichtet Tage später die Zeitung „Blick“, gestützt auf Fotos engagierter Medienschaffender. Die Bilder zeigen Schweizer Hammerskins. Aus der Deutschschweiz den 45jährigen Thurgauer Hansjürg Felber, bereits mitbeteiligt Anfang November 1995 bei einer Angriff auf ein Antifa-Konzert in Hochdorf/Kanton Luzern und Musiker bei der Szene-Band Varg I Veum. Aus dem Berner Oberland angereist Marco Gaggioli, einst engagiert beim Versand Holy War Records, der mehrere Jahre lang die Szene mit neonazistischen Tonträgern belieferte. Gaggioli war vor bald zehn Jahren auch Mitglied des Sektionsvorstandes der PNOS Oberland. Aus dem Kanton Freiburg kam der 33jährige Rael Renevey, der sich auch schon als Veranstalter eines Naziskin-Konzertes im Gemeindesaal von Seiry versucht hatte.
Ein kurzer Film des Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus IFDA belegt, dass ein Teilnehmer vor der Kamera den Hitlergruss zeigte und „Juden raus“ schrie. Ein Vertreter der deutschen Kleinpartei „Die Rechte“ erklärte in seiner Kurzansprache, der „Feind“ sei „immer noch der selbe wie vor achtzig Jahren“.