Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

zurück

Dresden/Deutschland, 5. März 2020

Der Schweizer Rechtsextremist Bernhard Schaub erleidet vor dem Landesgericht Dresden eine Niederlage. Die Richter erhöhen seine Strafe auf 120 Tagessätze à 30 Euro. Nachsichtiger vor einem Jahr die Vorinstanz: 90 Tagessätze ä 10 Euro. Es ist die Sanktion für einen Auftritt Schaub, angekündigt als "bekennender Holocaust-Leugner". Er hatte damals die Niederlage Nazideutschlands bedauert: "Alle, die zur weissen Menschengemeinschaft" gehörten, müssten einsehen, "dass sie den 2. Weltkrieg verloren" hätten. Ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingetragen hatten dem ehemaligen Lehrer einer anthroposophischen Schule, dass er - so der Staatsanwalt - erstens "das systematische Völkerrechtsverbrechen der Nationalsozialisten an den Juden" in Abrede gestellt und zweitens zum Hass "gegenüber den in der Bundesrepublik lebenden Juden" aufgestachelt habe.