Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Genf, 3. Februar 2019

Die Gruppe Résistance Helvétique RH kündigt für den 9. März 2019 eine Veranstaltung mit drei Referenten an, an einem nicht genannten Ort sollen alte Herren der "Neuen Rechten" auftreten. Titel der Veranstaltung "Europa: Erwachen oder Tod" (Europe: Le  Réveil ou la mort). Unterstützung erhält RH vom Cercle Proudhon, 1984 mitbegründet vom Genfer Anwalt Pascal Junod.  Der bekannteste Sprecher ist Pierre Krebs, inzwischen 72-jährig, Mitbegründer des Thule-Seminars, mit Sitz in Kassel, Deutschland. Das Seminar versteht sich als «geistig-geschichtliche Ideenschmiede für eine künftige europäische Neuordnung aller europäischen Völker unter besonderer Berücksichtigung ihres biokulturellen und heidnisch religiösen Erbes». In Genf spricht Krebs zum Thema «Haben die Weissen noch eine Zukunft?». Ähnlich kulturpessimistisch die Einschätzung der Organisatoren: Europa sei heute von Gefahren einer solcher Tragweite bedroht, dass die Existenz auf dem Spiel stehe. Ebenfalls frei von Zukunftsfreude die Tonlage des zweiten Redners. Der Kroate Tomislav Sunic will sich über die «Enddekadenz» auslassen. Er trat im November 2017 bereits am Parteitag der Partei National Orientierter Schweizer PNOS auf. Auch der dritte Redner ist in die Jahre gekommen. Bereits seit den 1970er-Jahren agiert der Belgier Robert Steuckers in neurechten Zusammenhängen. In den 1990er-Jahren gründete er die Vereinigung Synergies européennes, die - viele Jahre lang duch "Sommeruniversitäten" - einen europäischen Nationalismus propagierte.