Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

zurück

Luzern, 12. Mai 2019

Im Spiel FC Luzern gegen Grasshoppers (GC) erzielt Luzern in der 68. Minute das 4:0. Über fünzig Männer, alles GC-Unterstützer, übersteigen die Abschrankungen. Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel. Anführer der GC-Unterstützer ist Stefan Nufer, dies macht als erstes die Antifa Bern publik. Nufer, bald vierzigjährig, war viele Jahren lang in der rechtsextremen Szene aktiv, unter anderem bei den Hammerskins. Er verhandelt mit den GC-Verantwortlichen, verlangt zuerst dass die GC-Spieler ihre Trikots und Hosen auszuziehen und damit in Unterwäsche vom Platz zu gehen hätten. Er setzt durch, dass die Spieler dem Mob die Spielerleibchen abliefern. Der GC-Präsident Stephan verteidigt später sein Einverständnis für die Erniedrigung der Spieler: "Wenn es dazu beigetragen hat, Ausschreitungen oder Gewalt zu verhindern, ist es egal, ob es erniedrigend ist oder nicht." (Blick, 13. Mai 2019).  Die Luzerner Zeitung berichtet von Spielern, die "Verständnis" für die "Fans" gezeigt hätten. Berichtet aber auch: "Nur GC-Profi Aimery Pinga (21) reagierte wütend auf die Ultras, er war von ihnen rassistisch beleidigt worden." Ein Video-Clip belegt eine tätliche Attacke eines GC-Kapuzenträgers gegen den Spieler, gemäss Blick ist der GC-Stürmer mehrfach als «Nigger» beschimpft und dann auch körperlich attackiert worden.

Nufer war bereits vor einigen Wochen in Sitten aufgefallen, als der GC-Mob ebenfalls einen Spielabbruch erzwungen hatte.