Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Region Greifswald/Dornach SO, 14. September 2021

Man könnte meinen, das Ende der Zeiten sei nahe, ja das Schicksal der Erde soll kurzfristig ungewiss sein. Denn: Ein Bundesrat soll „offensichtlich internationalen Weisungen“ folgen und „mit einen faktischen Impfzwang bis in unsere Körpersäfte hineinregieren“. Auch gäbe es „Absprachen und Absichten“, die „nichts mit einer souveränen Entscheidung der betroffenen Völker“ zu tun hätten. Die Reise gehe „hin zu einer repressiven Weltregierung mit vollständiger Manipulation und Kontrolle aller Menschen“. Die Abschaffung des Bargelds werde diskutiert, und bald werde gefordert, „die Menschen auch noch zu chipen“. Auch diese Ansicht geistert schon seit rund dreissig Jahre durch Verschwurbler*innen-Köpfe. Und deshalb sollen die Leute nun Widerstand leisten, gegen „die Corona-Diktatur“. So steht es in einem Aufruf, den kurz vor Mittag ein „Benno Schaub, Dornach“ für das „Unterstützungskomitee Nordwestschweiz“ unter seinen Gesinnungskameraden verbreitet. Hinter dem Aufruf zur Unterstützung des Aktionsbündnis Urschweiz steckt der Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Schaub, Anfang der 1990er-Jahre Lehrer an einer anthroposophischen Schule bei Zürich, nun völkischer Siedler auf einem Gut in der Region Greifswald/Mecklenburg-Vorpommern, einst während mehrerer Jahre in Dornach ansässig.
Das Aktionsbündnis Urschweiz sei, so die Eigeneinschätzung, „eine überparteiliche Bürgerrechtsbewegung gegen die Corona-Politik auf Basis von Demokratie und den Grundrechten der Bundesverfassung“. Es gehört zu jenen Gruppen, die das Referendum gegen das Covid-Gesetz ergriffen haben, über das die Schweizer Stimmenden am 28. November 2021 abstimmen werden.