Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Region Greifswald/Mecklenburg-Vorpommern, 21. Oktober 2020

Holocaustleugner Bernhard Schaub meldet sich wieder einmal bei seinen „Freunden, Bekannten und Gesinnungsfreunden“. Er solle sich, klagt er, wegen eines Flugblattes auf dem Polizeiposten Neubrandenburg vernehmen lassen. Wie es sich für einen Reichsbürger ziemt, denkt er nicht daran diesen Termin wahrzunehmen. Er habe der Polizei "eine gebührende Antwort" geschrieben, teilt er mit. Für den Nationalsozialisten ist klar: Die BRD ist kein Staat des Deutschen Volkes. Bevor er "irgendwelche Vorladung folge", fordert er vom Vertreter des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, "sich selbst, Ihre Gesetze, Ihre Behörde und Ihren Staat" ihm gegenüber "zu legitimieren".
Vorerst aber hofft Schaub, dass Donald Trump die US-Präsidentenwahl gewinne, damit dieser "Agenda zur Befreiung durchziehen" könne. "Die Deutschen" müssten "der BRD durch Volksaufklärung ihre Scheinlegitimität" entziehen, zivilen Ungehormsam üben und "Trump, Putin und Johnson auffordern, dem (Deutschen) Reich die Reorganisation zu ermöglichen, die Souveränität zurückzugeben und endlich Frieden zu schliessen". Als Verhandlungsführer schlägt Schaub in seinem Flugblatt "Prinz Georg Friedrich von Preussen" vor, zuvor müsse dieser wieder in "seine Rechte" eingesetzt werden.
Aber wieder einmal verbreitet Schaub Hoffnung: „Das System" wackle, ja, "wir können es jetzt stürzen", man müsse ihm noch "finalen Stoss versetzen, ihm den geistigen Degen in den Rachen bohren“.