Meldungen zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz

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Thun BE, 16. Dezember 2021

Das Regionalgericht Bern Oberland beschäftigt sich mit einem Strafbefehl, ergangen wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm, begangen dadurch, dass ein Mann ein "Gutachten" zu Gunsten der "Zionistischen Protokolle" per Internet verbreitet hatte. Verfasst in den 1930er-Jahren von einem Mann namens Ulrich Fleischhauer, einen deutschem Nazi und Leiter des "Weltdienstes". Dies berichtet Tage später das Online-Magazin "Die Republik". Es nennt den Verbreiter "Beat Zimmer", der heisse in Wirklichkeit aber anders. Warum die "Republik" den Mann nicht beim Namen nennt, macht sie nicht transparent. Er ist erkennbar nach kurzer Lektüre: Martin Frischknecht, wohnhaft in der Region Interlaken. Bereits seit Jahrzehnten politisch aktiv, zu Beginn bei den Schweizer Demokraten SD, später bei PIG (Partei Interessengemeinschaft Gesundheit). Bei den Nationalratswahlen im Oktober 2019 kandiert er mit seiner neuen GEN-Partei Gesundheit Energie Natur und erhält im Kanton Bern gerade 619 Stimmen. ein mickriger Erfolg also. Aber eines hält er für sicher. Er ist vieles, schreibt er selber. Er nennt sich El. Ing. HTL, Arbeitgeber und Unternehmer, Revolutionär auch, früher auch Musiker. Erfinder will er auch sein, eine Art Zauberstab gegen fast alles Krankheiten. Und immer wieder sei er auch ein Missverstandener, klagt er, über 90 Prozent der Medienmeldngen über ihn seien falsch.